Im Hinterhof der USA

Uwe Hoering http://www.beltandroad.blog August 2019.

Lateinamerika wird von Chinas starkem Mann, Präsident und Parteichef Xi Jinping, als „natürliche Verlängerung“ der Maritimen Seidenstraße und als „unverzichtbarer Teilnehmer“ am Bau der Belt&Road Initiative umworben. Mit dem Versprechen, „auf gleicher Augenhöhe miteinander umzugehen“, hat Peking bereits 18 Länder der Region als Partner gewonnen. Das milliardenschwere Investitionsprogramm, an dem gut fünf Jahre nach seinem Start bereits die Regierungen von über 130 Ländern in Asien, Europa und Afrika beteiligt sind, vergrößert damit seine globale Reichweite noch einmal – und erreicht nach Europas südlicher und östlicher Peripherie auch den „Hinterhof“ der USA.

Die Grundlagen dafür wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten gelegt: Zunächst mit Handel, dann durch Kredite und mit Investitionen, die halfen, die Auswirkungen der Finanzkrise von 2008 abzufedern. Das Handelsvolumen mit Lateinamerika stieg von 17 Milliarden US-Dollar 2002 auf knapp 260 Milliarden 2017 – bei einem lateinamerikanischen Handelsdefizit von 60 Milliarden. Für Brasilien, Argentinien, Chile, Mexiko und Peru ist China inzwischen wichtigster oder zweitwichtigster Handelspartner.

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